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Wie kann die Schule die Motivation der Schüler steigern?

Wenn ein Schüler mit einer Aufgabe nicht anfängt, lautet die erste Frage oft: „Wie bringen wir den Schüler dazu, motivierter zu sein?“

Aber was wäre, wenn wir die Frage umdrehen: „Wie können wir es leichter machen, anfangen zu wollen und anfangen zu können?“

Was sagt die Forschung darüber, wie die Schule die Motivation der Schüler beeinflussen kann?

Motivation entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie wird vom Schüler selbst beeinflusst, aber auch von der Aufgabe, der Lehrkraft, den Mitschülern und dem Umfeld, in dem das Lernen stattfindet. Das bedeutet, dass Lehrkräfte tatsächlich viele der Faktoren beeinflussen können, die für Motivation eine Rolle spielen.

Sinn

Ein wichtiger Teil betrifft den Sinn.

Schüler müssen nicht jede Aufgabe unterhaltsam finden. Aber es kann einen großen Unterschied machen, wenn sie verstehen, warum sie sie erledigen sollen und wie sie mit etwas zusammenhängt, das sie können, verstehen oder erreichen möchten.

Die Kosten

Ein anderer Teil betrifft die Kosten.

Jede Aufgabe kostet etwas. Sie erfordert Zeit, Konzentration und geistige Anstrengung. Manchmal konkurriert sie zudem mit Dingen, die sich in diesem Moment unterhaltsamer oder wichtiger anfühlen.

Deshalb kann es helfen, Aufgaben klar und bewältigbar zu machen.

Was soll ich tun?

Wo fange ich an?

Woran erkenne ich, dass ich fertig bin?

Eine große Aufgabe kann überwältigend wirken. Dieselbe Aufgabe, in kleinere Schritte zerlegt, kann sich plötzlich machbar anfühlen.

Der Glaube, es schaffen zu können

Wenn ein Schüler immer wieder erlebt, dass eine Aufgabe zu schwierig ist, ist es nicht verwunderlich, wenn die Motivation sinkt. Erlebt der Schüler dagegen Fortschritte und versteht er, welche Ressourcen es gibt, wenn es schwierig wird, kann es leichter werden weiterzumachen. Diese Ressourcen müssen nicht allein beim Schüler liegen: Es kann eine Lehrkraft sein, ein Mitschüler, eine klare Anweisung oder ein Beispiel. Sie alle können als Unterstützung dienen, um weiterzukommen.

Die Forschung weist daher auf ein wichtiges Prinzip hin: Wenn wir die Motivation der Schüler stärken wollen, müssen wir nicht nur versuchen, den Willen des Schülers zu beeinflussen. Wir können auch die Bedingungen für Motivation beeinflussen.

Motivation als Frage der Chancengerechtigkeit

Das ist aus Sicht der Chancengerechtigkeit besonders wichtig. Nicht alle Schüler starten mit denselben Voraussetzungen. Manchen fällt es leicht zu planen und anzufangen. Andere brauchen mehr Struktur. Manche haben starke Erfahrungen damit, in der Schule erfolgreich zu sein. Andere haben womöglich schon viele Erfahrungen des Scheiterns gesammelt.

Wenn der Unterricht nur für den Schüler funktioniert, der bereits gut darin ist, sich zu organisieren, zu planen und sich selbst zu motivieren, drohen die Unterschiede zwischen den Schülern zu wachsen. Die Arbeit an Motivation wird damit auch Teil des kompensatorischen Auftrags der Schule. Das kann so einfach sein wie das Zerlegen einer Aufgabe:

  1. Lies die Frage.
  2. Markiere das Wichtigste.
  3. Schreibe eine erste Antwort.
  4. Mach weiter.

Das sieht vielleicht nicht nach Motivationsarbeit aus, ist es aber. Denn manchmal muss ein Schüler nicht hören: „Du musst dich einfach mehr anstrengen.“ Der Schüler muss spüren können: „Ich weiß, was ich tun soll. Ich weiß, wie ich anfangen soll. Und ich glaube, dass ich den nächsten Schritt schaffen kann.“

Das ist ein völlig anderer Ausgangspunkt für Motivation.

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Miele, D. B., Fujita, K., & Scholer, A. A. (2024). The role of metamotivational knowledge in the regulation of motivation. Motivation Science, 10(3), 197–209. https://doi.org/10.1037/mot0000336