Wohlbefinden
Wenn wir über Wohlbefinden sprechen, müssen wir deutlich machen, von welcher Perspektive wir ausgehen und was wir mit dem Begriff meinen.
Aus medizinischer Perspektive wird Wohlbefinden als Abwesenheit von Krankheit definiert – sich wohlzufühlen bedeutet schlicht, nicht krank zu sein. Eine wirtschaftliche Perspektive auf Wohlbefinden bezieht sich dagegen darauf, die finanziellen Voraussetzungen zu haben, die Sicherheit schaffen.
Wenn wir bei Pomelo über das schulbezogene Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern sprechen, gehen wir von einer psychologischen Perspektive aus. Das bedeutet, dass Wohlbefinden zwei wichtige Erfahrungen umfasst – oft als hedonistisches und eudaimonisches Wohlbefinden bezeichnet.
Das erste, das hedonistische Wohlbefinden, bezieht sich auf die positiven Gefühle, die die Schülerinnen und Schüler im Klassenzimmer erleben. Das können zum Beispiel Freude, Begeisterung, Neugier und Lust sein. Diese Art von Wohlbefinden zeigt sich in Ausdrucksformen wie Lachen, Engagement, darin, dass Schülerinnen und Schüler Fragen stellen und den Wunsch zeigen, mehr zu erfahren: „Wir wollen noch ein bisschen mehr!“ oder „Können wir das noch einmal machen?“
Die zweite Art, das eudaimonische Wohlbefinden, betrifft eher soziokognitive Erfahrungen – wie Sinnhaftigkeit, Gemeinschaft und Autonomie. Es geht darum, dass Schülerinnen und Schüler sich beteiligt und willkommen fühlen, dass sie Verantwortung übernehmen, sich umeinander kümmern und erleben, dass das, was sie in der Schule tun, sinnvoll ist und mit dem übereinstimmt, wie sie sich selbst sehen.
Die Forschung zeigt, dass beide dieser Aspekte für das Lernen bedeutsam sind. Deshalb haben wir bei der Entwicklung von hejpomelo.se das Ziel verfolgt, Schulen dabei zu unterstützen, systematisch und präventiv am Wohlbefinden ihrer Schülerinnen und Schüler zu arbeiten. Unsere Module sind so gestaltet, dass sie sowohl eine positive Lernumgebung schaffen als auch die eigenen sozioemotionalen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler stärken.