Nicht-kognitive Fähigkeiten
In einer 2013 von Gutman und Schoon durchgeführten Zusammenschau von Studien wurde gezeigt, dass nicht-kognitive Fähigkeiten – manchmal auch „weiche Kompetenzen“ genannt – große Bedeutung dafür haben, wie erfolgreich Schülerinnen und Schüler in der Schule und später im Leben sind.
Solche Fähigkeiten können zum Beispiel sein: weiterzuarbeiten, auch wenn eine Aufgabe schwierig ist (Ausdauer), warten zu können, bis man an der Reihe ist, und in der Gruppe zusammenzuarbeiten (Selbstkontrolle und soziale Kompetenz), an die eigene Fähigkeit zu glauben, eine Aufgabe zu bewältigen (Selbstwahrnehmung), und zu planen, wie man für eine Prüfung lernt (Metakognition).
Die Forschung zeigt außerdem, dass diese Fähigkeiten nicht statisch sind, sondern sich entwickeln lassen. Durch Unterricht und gezielte Maßnahmen können Schülerinnen und Schüler zum Beispiel Selbstvertrauen, Zielorientierung und soziale Fähigkeiten trainieren. Eine der deutlichsten Schlussfolgerungen der Forschung ist, dass soziales und emotionales Training in der Schule die nicht-kognitiven Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern stärken, die schulischen Leistungen verbessern und zu besserer psychischer Gesundheit und größerem Wohlbefinden beitragen kann.
Zusammenfassung
Die Forschung zeigt, dass wichtige „nicht-kognitive“ Fähigkeiten nicht nur beeinflussen, wie erfolgreich Schülerinnen und Schüler in der Schule sind – man kann sie auch durch Unterricht und strukturierte Maßnahmen trainieren.
Gutman, L. M., & Schoon, I. (2013). The impact of non-cognitive skills on outcomes for young people. A literature review. Education Endowment Foundation. https://educationendowmentfoundation.org.uk/evidence-summaries/evidence-reviews/essential-life-skills/